Verein

Albernauer Volleyball seit fast 40 Jahren

Gründungszeit

Alles fing an im Frühjahr 1978. Dietmar und Michael Driesner, Jürgen Eitler, Helmar Lorenz, Matthias Unger, Wolfgang Leonhardt und Dieter Schürer fassten den Entschluss, freiwillig etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Damals dachte noch keiner an die Gründung einer festen Sportgruppe oder eines Vereins mit aktivem Spielbetrieb. Ziel war es, sich in der Freizeit sportlich zu betätigen. Kurzerhand entschied man sich dabei für die Sportart Volleyball.

Als Spielstätte genutzt wurde hierfür anfangs die Sporthalle der Polytechnischen Oberschule in Albernau. Diese wies allerdings die entscheidenden Nachteile auf, dass sie erstens für den Volleyballsport zu klein war und im Winter Innentemperaturen von teilweise unter 0°C herrschten. Das störte die entschlossene Sportgruppe am Anfang jedoch kaum. Zum Ausklang jeder Arbeitswoche wurde freitags auf 18:00 Uhr die „Trainingszeit“ angesetzt.

Mit ansehnlichem Volleyball hatte die sportliche Betätigung anfangs nur wenig zutun. Durch die Regelmäßigkeit des Freitags-Trainings und das Werben neuer Mitglieder entwickelte sich die Gruppe aber gut voran.

Anfang der 80er Jahre

bildete sich allmählich ein Spielerstamm heraus, dem neben den Gründern der Sportgruppe Hartwig Ebert, Helmar Leusche, Steffen Urban, Klaus Georgi, Ulli Busch und Matthias Stahlhinzustießen. Erste Spielerfahrungen sammelte die Gruppe als Betriebsmannschaft der „Konsumgenossenschaft Schwarzenberg“ beim Kreissportfest der Werktätigen.

Das Jahr 1981 brachte dann eine echte Wende, denn aus der reinen Freizeitmannschaft wurde ein „organisiertes Team“, das sich als „Sektion Volleyball“ der BSG Traktor Albernau anschloss.

Da die Mannschaft mittlerweile die Grundzüge des Volleyballs beherrschte, meldete sie sich für die Punktspiele der damaligen „Kreisklasse Aue“. In den ersten Jahren war das Team jedoch nahezu chancenlos, denn es hieß, gegen „Volleyball-Hochburgen“ aus Aue, Schneeberg, Schlema und Zwönitz anzutreten. Spätestens jetzt machten sich auch die Nachteile der Albernauer Halle deutlich. Heimspiele konnten aufgrund deren Größe überhaupt nicht ausgetragen werden und auswärts traf man auf völlig andere Raum- und Lichtverhältnisse. In den ersten Punktspieljahren kämpfte die Mannschaft immer um die 3 letzten Tabellenplätze, wurde aber nie Letzter. Trotz dieses mäßigen Erfolges verloren die Sportler nicht den Spaß am Volleyball und die Stimmung in der Mannschaft stimmte.

Erste Erfolge

Erste kleinere Erfolge konnte das Team bei Turnieren im Rahmen des „Kreissportfestes der Werktätigen“ und des „Traktorpokals“ bzw. „Landessportpokals“ erringen.

Im Jahr 1990 entschlossen sich einige Spielerfrauen selbst aktiv zu werden. Sie trainierten unter der Leitung von Helmar Leusche und nahmen bereits ab der Saison 1991/92 am Punktspielbetrieb teil. Ab der Saison 1994/95 nahm auch eine Jugendmannschaft, die sich in den Jahren zuvor durch die Ausbildung und Leitung von Michael Driesner bildete, am Punktspielbetrieb teil. Die Begeisterung der Kinder war sehr groß und bescherte der Mannschaft den mehrmaligen Kreis-Jugendmeister-Titel und den Aufstieg in die Kreisliga.

Wendezeit

Durch die „Wende“ gab es zunächst einmal so etwas wie einen Zusammenbruch des geregelten Punktspielbetriebs. Viele Sportvereine fielen plötzlich auseinander, weil die Trägervereine nicht mehr existierten oder Hallen nicht mehr zur Verfügung standen.

Damenmannschaft 1994

Die Damenmannschaft 1994: – Hintere Reihe v.l.n.r.: Ebert (Tr.), Georgi, Leusche, Driesner, Kastner, Georgi, Leusche (Tr.) – Vordere Reihe: Leonhardt (Sponsor), Heinze, Hodler, Ebert, Schröter, Schönfelder (Sponsor)

Die Albernauer Mannschaft blieb jedoch weiterhin bestehen. Im Juni 1990 wurde aus der ehemaligen BSG Traktor Albernau der „Albernauer Sportverein e.V.“ und die Volleyballmannschaft schloss sich diesem als Abteilung Volleyball an.

Seit Inbetriebnahme der neuen Sport- und Spielhalle in Zschorlau im Jahr 1994, die seither die Trainingsstätte des ASV ist, konnte die Mannschaft erstmals unter regulären Bedingungen trainieren und vor allem Heimspiele austragen.

Die verbesserten Bedingungen, der enge Zusammenhalt und die Zuverlässigkeit der Mannschaftsmitglieder dürften auch mitentscheidende Faktoren für eine nie erwartete sportliche Entwicklung gewesen sein. Der ASV entwickelte sich zu einem geachteten Gegner im Punktspielbetrieb.

Diese Entwicklung, vor allem auch die starke Mitgliederanzahl des Vereins ist in entscheidendem Maße darauf zurückzuführen, dass sich unter den Vereinsmitgliedern immer wieder Leute fanden, die viel Zeit opferten, um Kinder und Jugendliche an den Volleyballsport heranzuführen und dann über lange Zeit auch trainierten: Michael Driesner, René Stemmler, Silvio Bernhardt, Marcus Alscher, Hartwig Ebert und vor allem auch Simone Hodler ist es zu verdanken, dass Kinder- und Jugendmannschaften entstanden sind und deren Beste in die Herren- bzw. Damenmannschaften übernommen werden konnten.

ASV Herrenmannschaft 2008

Jubiläum 2008: – Hintere Reihe v.l.n.r.: Weiß, Menz, Müller, Becher; – Mittlere Reihe: Hubrig, Urban, Zander, Schirmer, Küchler, Markus; – Vordere Reihe: Schürer, Alscher, Ebert, Stemmler, Leusche

Weiterer Dank gilt an:
– die Verantwortlichen unserer Sektion für ihre zeitaufwendige, aber oft nicht sichtbare Arbeit;
– die Leitung des „Albernauer Sportvereins“ für die gute Zusammenarbeit und
– die vielen Sponsoren, die uns über die ganzen Jahre finanziell unterstützten.

Quelle: Dieter Schürer, ASV Vereinschronik 2008